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Naturheilkunde immer beliebter

Naturheilkunde immer beliebter

Medikamente der Schulmedizin werden heutzutage zum größten Teil nicht mehr in Deutschland, sondern im asiatischen Raum hergestellt. Ganz anders sieht die Sache hier bei der Herstellung von pflanzlichen sowie anthroposophischen und homöopathischen Arzneimitteln aus. Hier ist die Produktion aus Deutschland weltweit führend. Die Naturheilkunde-Präparate werden in mehr als 100 pharmazeutischen Unternehmen hergestellt. Von über 60 tausend Naturheilkundlern werden sie verschrieben.

Der Absatz von Arzneimitteln im Jahre 2018 ist um 0,86 Prozent gesunken. Die Verkaufszahlen für Homöopathika sind hingegen um 3,2%, sowie der Umsatz um 5,9% gestiegen. Auch über den Versandhandel wird immer mehr verkauft, bereits 19% im Jahr 2018. Die Arzneien werden hauptsächlich zur Selbstmedikation gekauft und beispielsweise als Erkältungs-, Schlaf-, oder Beruhigungsmittel, sowie gegen Muskel und Gelenkschmerzen verwendet. 

Teuer für Patienten

Die Umsätze bei den nicht-verschreibungspflichtigen Medikamenten sind noch aussagekräftiger: 752 Millionen Packungen im Wert von 7 Milliarden Euro sind 2018 über die Apothekentische und den Apotheken-Versandhandel an die Patienten verkauft worden. Ein wichtiger Teil davon stammt aus den Sortimenten der Homöopathie und der Phytotherapie, die gemeinsam fast ein Drittel der Umsätze ausmachen. Diese Medikamente werden zu ca. 85% vom Patienten gezahlt und nicht von der Krankenkasse übernommen.

GeldbeutelLeer

Die großen Absatzzahlen sind kein Wunder: Laut einer repräsentativen FORSA-Umfrage wünschen sich 51% der Bevölkerung mehr ergänzende homöopathische, naturheilkundliche und anthroposophische Mittel zur Schulmedizin. Laut dem Meinungsforschungsinstitut Kantar TNS befürworten sogar 75% von den 16 bis 64-Jährigen integrative Therapien aus Naturmedizin und Homöopathie. Auch die Nutzung von homöopathischen Arzneimitteln ist vom Jahre 2010 bis 2019 von 45 auf 55 Prozent gestiegen. Zusätzlich möchten die meisten Patienten bei der Wahl von Therapie und Arzneimittel mitreden und 60% wollen, dass der Hausarzt neben Schulmedizin auch Homöopathie oder Naturmedizin verschreiben darf.

Andere Länder, andere Sitten

In Frankreich wurden bis Ende 2019, anders als in Deutschland, die Kosten für homöopathische Mittel zu 30 Prozent von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Seit 2020 sind es 15%. In der Schweiz werden sogar alle Heilmethoden der besonderen Therapierichtungen, zu denen auch die Homöopathie und Naturheilverfahren zählen, vollständig von der Grundsicherung übernommen. Laut einer FORSA-Umfrage vom April 2019 möchten 79% der deutschen Bevölkerung einen gleichen Umgang mit diesen Mitteln, wie in der Schweiz.

Mehr Einsatz von Politik

Wie auch schon im Blogbeitrag vom 14. August 2020 „Stress statt Empathie und Verständnis“ beschrieben ist nicht nur das Ergebnis einer Behandlung ausschlaggebend für die Zufriedenheit des Patienten. Viele Patienten möchten, dass sich der Therapeut oder Arzt mehr Zeit für sie nimmt, aktiv zuhört, sie bei dem Heilungsprozesse mitwirken können und auch die geistigen, emotionalen und sozialen Faktoren mitberücksichtigt werden. In diesen Bereichen haben viele Naturheilkundler ihre großen Stärken und machen dies schon aus ihrer Routine heraus. Allein die 79% der Bundesbürger, die für eine Art Schweizer Gesundheitssystem sind, sind ein deutliches Zeichen dafür, dass die Politik mehr Wertschätzung für den Bereich der alternativen Medizin zeigen muss. Patienten und Therapeuten sollten nicht länger daran gehindert werden, verschiedene medizinische Praktiken anzuwenden und auszuprobieren. Auch die Bezahlung von alternativer Medizin sollte nicht länger von dem Patienten getragen werden, sondern wie die Mehrzahl der Bevölkerung fordert: Die Krankenkassen sollen dafür aufkommen.


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Dorian Boehnke

Mitarbeiter bei therabee - der Plattform für Naturheilkunde

 

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