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Gelebte Spagyrik – Unser Partner Phönix Laboratorium im Portrait

Phönix Laboratorium

Die Phönix Laboratorium GmbH

Das Phönix Laboratorium produziert seit 1925 spagyrische Arzneimittel und gehört zu den führenden Herstellern in diesem Bereich. Das Sortiment umfasst zahlreiche spagyrische und homöopathische Präparate. Die aus der Praxis entwickelten Anwendungskonzepte, wie z.B. das PHÖNIX Ausleitungskonzept oder das PHÖNIX Aufbaukonzept, liefern wertvolle Therapieansätze und haben sich in der Praxis als besonders hilfreich erwiesen. Neben seinen Arzneimitteln bietet das Phönix Laboratorium seit 2003 unter der Marke phoenix® auch hochwertige Körperpflegeprodukte an. Bei der phoenix® Pflegeserie wird besonderer Wert auf hohe Qualität gelegt. Durch die hochwertigen Bestandteile eignen sich die Pflegeprodukte für vielseitige Anwendungsbereiche. Die Phönix Laboratorium GmbH hat ihren Sitz in Bondorf, einem Ort im Landkreis Böblingen in BadenWürttemberg. Hier sind Produktion, Analytik zur Qualitätssicherung, Vertrieb und Verwaltung unter einem Dach vereint. Die Produkte werden in sechs europäischen Ländern und in Kanada über Partnerfirmen vertrieben.


Conrad Johann Glückselig

glückselig

Der am 13. 07. 1864 geborene Conrad Johann Glückselig war der Gründer der Phönix Laboratorium GmbH. Glückselig besuchte die Volksschule in Weidenberg. Daran anschließend war er für drei Jahre in einer Lehrerausbildung. Nach der Lehrerausbildung diente er fünf Jahre als Freiwilliger bei der Bayreuther Infanterie. Diese Zeit nutzte Glückselig als Autodidakt. Anschließend fand er Arbeit als Stenograph in der Nürnberger Exportniederlassung eines New Yorker Handelshauses für kunstgewerbliche Artikel und wurde in diesem Unternehmen schnell Geschäftsführer. Als sich das Unternehmen im Jahr 1889 nach New York zurückzog, ging Glückselig mit. Er lebte nicht weit von seiner Arbeitsstelle in New Jersey. Am 12. Juni 1892 heiratete er hier auch seine Verlobte Johanna Grieshammer, die aus Deutschland nachgereist war. Am 27. Mai 1893 kam das erste Kind Hans Ludwig zur Welt. Wegen „Krankheit und Lohndifferenz“ kehrte die Familie im Oktober 1893 nach Deutschland zurück. Scheinbar war Glückseligs und auch die Gesundheit seiner Frau aufgrund von Mangel und unzureichender einseitiger Ernährung angegriffen, weil sein Lohn nicht ausbezahlt wurde. Nach der Rückkehr wohnte die Familie zunächst in Leipzig. Glückselig besuchte dort einen Kurs im Ambulatorium des Hydrotherapeuten Louis Kuhne und anschließend einen weiteren Kurs bei dessen Berliner Schüler Lothar Volkmar. Daraus entstand ein therapeutisches Interesse an alternativmedizinischen Themen. Als Autodidakt beschäftigte sich Glückselig mit Cesare Mattei und der sogenannten Elektrohomöopathie und darauf aufbauend mit Paracelsus (Theophrast von Hohenheim) und der Spagyrik. Er arbeitete die Rezepturen, die er in den Paracelsustexten fand mit modernen Methoden aus. Etwa ab dem Jahr 1906 betrieb Glückselig ein „chemisches Labor“ zur „Medikamentenherstellung“. Hergestellt wurden „Arkanen nach Paracelsus in der D 4“, die zuverlässig therapeutisch  wirksam und zumindest sehr nebenwirkungsarm waren. Ab 1897 kam bei Glückselig ein okkultes Interesse durch ein Medium Namens „Götz“ auf. Glückselig organisierte spiritistisch Sitzungen mit diesem Medium, was eine große Sensation in Bayreuth war. Zu diesen Sitzungen, die auch in Glückseligs Wohnung stattfanden, fand sich „Hoch und Nieder“ ein. In Nürnberg lernte Glückselig 1898 den Theosophen John Lutz kennen, der ihn dann zur Theosophie brachte. Glückselig wurde Leiter der theosophischen Gesellschaft in Nürnberg.

Conrad Johann Glückseligs therapeutische Tätigkeit

Glückselig stellte Arzneimittel her und behandelte seine Patienten mit diesen. Für die heutige Zeit auch in rechtlicher Hinsicht unmöglich, behandelte Glückselig seine Patienten zwar kostenlos, er verlangte aber für seine selbst hergestellten Arzneimittel Geld. Es ist naheliegend, dass Glückselig auch damals aus verschiedenen Richtungen angefeindet wurde, die seine Tätigkeit verhindern wollten. Aus seinen Aufzeichnungen seiner Träume geht hervor, dass ihn des öfteren auch nachts diese Problematik verfolgte. Beispielsweise träumte er, dass der Tierarzt des Ortes ihn wegen seiner Tätigkeit angezeigt hätte. In folgenden Zeiten und an folgenden Orten betrieb Glückselig eine therapeutische Praxis: 

1. 1894 bis 1896 in Nürnberg
2. 1896 bis 1897 in Bindlach bei Bayreuth
3. 1897 bis 1898 in Bayreuth
4. 1898 bis 1904 wieder in Nürnberg
5. 1904 bis 1906 in Botnang
6. ab 1906 in Vaihingen a.d.F.
Der Wechsel der Orte spiegelt die zahlreichen Anfeindungen, denen Glückselig ausgesetzt war

Die Familie

Von 1895 bis 1905 kamen vier weitere Kinder zur Welt. Die Familie lebte in finanziell schwierigen Verhältnissen. Glückselig hatte hohe Kosten durch seine privaten Forschungen. Auf der Basis der paracelsischen Texte entwickelte er mit modernen Methoden Zubereitungen, die sich als Wirkstoffe von Arzneimitteln nutzen ließen. 

Glückseligs Forschungen

3 Herstellverfahren, die auf der Basis der Forschungen Glückseligs entstanden sind, wurden ins HAB (Homöopathisches Arzneibuch) aufgenommen. Es sind die Verfahren nach HAB-Vorschrift 54a, HABVorschrift 54b und HAB-Vorschrift 54c. Eine Methode zur Herstellung einer mineralischen oder metallischen Essenz, die Glückselig entwickelte, ist exemplarisch im Folgenden dargestellt: 

Die Kohobation im Verfahren 54b (HAB)

Ein klassisches spagyrisches Verfahren ist die Kohobation. Es handelt sich einfach gesagt um eine Mehrfachdestillation über demselben Stoff. Der Stoff kann ein Stoff im eigentlichen Sinn sein, also eine chemische Verbindung oder ein chemisches Element. Es kann sich aber auch um eine Stoffmischung handeln. „Chemische Elemente“ und „chemische Verbindungen“ klingen nach Chemie. Das ist aber nur teilweise richtig. Diese Stoffe müssen nicht unnatürlich sein, sie können aus der Natur stammen. Kochsalz ist z. B. eine chemische Verbindung, die aus der Natur stammt. 

Durch Umkristallisation kann das zugrunde liegende, selten ganz reine Mineral, gereinigt werden. „Kaliumhydrogentartrat“ hört sich ebenso „chemisch“ an. Der Stoff stammt aus dem natürlichen Weinstein. Der Weinstein ist ursprünglich im Traubenmost enthalten. Wenn durch die Gärung Alkohol entsteht, verliert er seine Fähigkeit zur Löslichkeit mit zunehmendem Alkoholgehalt. Er lagert sich an den Wänden des Weinfasses und am Boden in kristalliner Form ab. Durch Umkristallisieren kann er gereinigt werden. Die alten Alchymisten haben ihn zehnmal hintereinander in kochendem Wasser gelöst, die Lösung filtriert und den Weinstein in der Kälte wieder auskristallisiert. Klare Kristalle sind dabei entstanden, die
verwendet wurden. Dieser gereinigte Weinstein wurde Cremor tartari genannt, wenn er an der Oberfläche der Flüssigkeit auskristallisierte, in der Gesamtheit aber Tartarus depuratus, weil es sich um gereinigten Weinstein handelt. Tartarus depuratus war die Ausgangsbasis für eine große Anzahl von Arzneimitteln. Es existierte eine ganze Lehre innerhalb der Alchymie und Spagyrik, die sich nur mit der Gewinnung, Aufbereitung und Anwendung des Weinsteins beschäftigte, die sogenannte „Tartarologie“. Fast immer wurden daraus Medikamente hergestellt, die Ablagerungen in den Körpergeweben wieder auflösen konnten. In der PhönixSpagyrik wird der Weinstein auch durch die Kohobation zum Arzneimittel bzw. zu einem Bestandteil mancher Arzneimittel zubereitet. Wenn ein Stoff durch die Kohobation zubereitet werden soll, wird dazu auch ein flüssiger Arzneiträger verwendet. Da der Träger passend sein muss, werden unterschiedliche geeignete Flüssigkeiten als Arzneiträger benötigt. Häufig kann aber Alkohol (Ethanol) verwendet werden. Meist ist ein Ethanol-Wasser-Gemisch eine gute Wahl. Für bestimmte Stoffe müssen aber auch nur gereinigtes Wasser oder unterschiedliche Säuren verwendet werden. Der Ausgangsstoff wird im flüssigen Arzneiträger so weit es geht entweder gelöst oder in fein pulverisierter Form aufgeschwemmt. Die Lösung bzw. Mischung wird gegebenenfalls vorbehandelt, da ohne eine Vorbehandlung oft der gewünschte Effekt nicht entstehen kann, und anschließend einmal bis mehrmals destilliert, wobei nach jeder Destillation mit Ausnahme der letzten das Destillat mit dem Rückstand vereinigt wird. Der flüssige Arzneiträger wird also vom Ausgangsstoff abdestilliert. Das ist ein Verfahren, bei dem sehr viel Energie zugeführt wird. Der flüssige Arzneiträger wird durch den Ausgangsstoff modifiziert. Dieser Vorgang darf aber keinesfalls mit der homöopathischen Potenzierung gleichgesetzt werden. Während bei der homöopathischen Potenzierung die Information der Ausgangssubstanz gewissermaßen in die molekularen Strukturen des Ethanol-Wasser-Gemischs imprägniert wird, wird bei der spagyrischen Kohobation die stoffspezifische Kraft aus der Ursubstanz entwickelt. Bei der homöopathischen Zubereitung geht es um die Gewinnung der Information oder Dynamis, bei der spagyrischen Zubereitung geht es um die Entwicklung der Kraft oder Energie. Die Energie ist der Merkur A oder Mercurius A der 3 philosophischen Prinzipien der Spagyrik (Sal G, Merkur A, Sulfur D). Bei jeder Zubereitung ist sie entsprechend der Ausgangssubstanz ausgerichtet. Die Ausrichtung der Kraft entsteht durch das philosophische Prinzip Sulfur D. Der Sulfur D gibt damit die Wirkrichtung der Heilkraft an. Kohobationen können in unterschiedlicher Form durchgeführt werden. Die Kohobation wie oben dargestellt, ist im Homöopathischen Arzneibuch (HAB) aufgeführt, obwohl sie in pharmazeutischer und therapeutischer Hinsicht kein homöopathisches Verfahren ist. Der Gesetzgeber vereinigt in diesem Arzneibuch nicht nur homöopathische, sondern auch anthroposophische und spagyrische Vorschriften, bei genauerer Betrachtung auch isopathische, organpräparatespezifische, nichtklassische homöopathische und andere Verfahren. Das Verfahren nach Vorschrift 54b eignet sich besonders für mineralische Zubereitungen.  

Bei der Vorschrift sieht man auch, dass das homöopathische Verdünnungsverfahren nach dem Dezimalsystem integriert ist. Es hat hier aber eine andere Bedeutung als in der Homöopathie. Das Verfahren der dezimalen und stufenweisen Verdünnung ist hier ein Dosierungsverfahren, mit dem geringe Konzentrationen sehr gut hergestellt und auch dargestellt werden können. Da in der Spagyrik Umkehreffekte vermieden werden müssen, kann dieses Dosierungsverfahren nur bis zur „Konzentration D8“ sinnvoll angewandt werden. Über der D8 würde sich die erwünschte Wirkung ins Gegenteil umkehren. Mit den Dosierungsangaben Ø, D1, D2, D3 etc. hat man die Möglichkeit sich das Mengenverhältnis von Ausgangsstoff zum Rezepturbestandteil des Arzneimittels sehr gut vorstellen zu können. Das Verfahren nach Vorschrift 54b ist ein spagyrisches Verfahren, das auch für den mineralischen Bereich hervorragend geeignet ist. Es können damit metallische Verbindungen und mineralische Stoffe spagyrisch bearbeitet werden. Darüber hinaus bietet es zusätzlich die Möglichkeit, aus giftigen Ausgangsstoffen vollkommen ungiftige spagyrische Zubereitungen herzustellen. Für Conrad Johann Glückselig waren mineralischemetallische Zubereitungen sehr wichtig. Auch in den Überlieferungen von Paracelsus wird die Wichtigkeit der mineralischen Zubereitungen deutlich. Er widmete ihnen zahlreiche Kapitel in seinen Schriften. In Paracelsus´ Zeiten wurden in Alchymie und Spagyrik viele Mineralien verarbeitet, die auch Metalle oder deren Verbindungen enthielten. Dazu gehörten Calcium-, Eisen-, Kalium-, Magnesium-, Natrium- und Siliciumverbindungen. Die Spagyrik war die „Scheidekunst“, die wusste, wie das Heilsame vom Groben und Giftigen der Mineralien und Pflanzen abgetrennt werden konnte.

Conrad Johann Glückselig, Alexander von Bernus und Rudolf Steiner

Alexander von Bernus wurde auf Glückselig aufmerksam und lud ihn zur Zusammenarbeit ein. Es kam zu einer Kooperation, die von 1914 bis etwa 1921 dauerte. Glückselig betrieb „Spagyrisches Laboratorium Samariter“ in Ziegelhausen, in dem er die „Arkanen nach Paracelsus in der D 4“ herstellte. Auf ihrer Basis wurden von Alexander von Bernus im Stift Neuburg (Ziegelhausen) spagyrische Arzneimittel hergestellt. Rudolf Steiner war häufig zu Besuch im Stift Neuburg und verfolgte mit großem Interesse die Entwicklung der Arzneimittel; alle Details wurden ihm von Bernus mitgeteilt. Rudolf Steiner war der Begründer der Anthroposophischen Medizin. Der von ihm zwischen dem 21. März und dem 9. April 1920 in Dornach abgehaltene Ärztekurs gilt als die „Geburtsstunde der anthroposophischen Medizin“. Nach Glückseligs Trennung von Alexander von Bernus gab Glückselig auch sein „Spagyrisches Laboratorium Samariter“ in Ziegelhausen wieder auf und verlegte seine Produktion nach Vaihingen a.d.F. Er gab seine Medikamente an Patienten ab, die er kostenlos behandelte. Andere Therapeuten wurden seine therapeutischen Erfolge bekannt und Glückselig begann damit seine Medikamente an andere Therapeuten und an Apotheken zu verkaufen. Die Herstellung weitete sich aus und war in rechtlicher Hinsicht unter diesen Umständen nicht mehr möglich. Es lag nahe ein Unternehmen für diese Arzneimittelherstellung zu gründen.

Die Gründung des Phönix Laboratoriums

Conrad Johann Glückselig gründet im Jahr 1925 in Stuttgart-Vaihingen das AlchymistischSpagyrische Laboratorium Phönix zur Herstellung seiner Arzneimittel. Das Zeichen mit der Schlange und den Buchstaben ASLP wird als Firmenzeichen verwendet. Das A bedeutet
Alchymie, die Schlange mit der S-Form symbolisiert die Spagyrik, das L steht für Laboratorium und das P steht für Phönix. Darauf hin wurde ebenso die Paracelsus Forschungs- und Arbeitsgemeinschaft Phönix gegründet, deren Geschäftsführer Karl Grieb war. Es kam auch zu einer äußerst erfolgreichen Zusammenarbeit mit Kurt Feder und Johann (Jean) Schmidt. Die beiden Therapeuten verordneten Glückseligs spagyrische Zubereitungen mit großem Erfolg. Glückseligs Arzneimittel wurden damit in größeren Bereichen bekannt und die schon lange bestehende und
belastende finanzielle Situation verbesserte sich schnell. Nachdem sich die Umstände dadurch erfreulich verbesserten kamen bedrohliche Umstände von einer ganz anderen Seite. Die Arzneimittelherstellung sollte Glückselig verboten werden, weil er keine akademischen
Angestellten (Arzt, Pharmazeut) hatte. Die Familie wurde wegen ihres Namens als jüdisch angesehen. Glückseligs Urgroßvater war auch ein christlich getaufter Jude aus Schlaggenwald (Horní Slavkov, eine Stadt im Bezirk Okres Sokolov in Tschechien.) Aus einem Horoskop, das Glückselig für sich selbst erstellte, leitete er ab, dass er mit 70 Jahren eine gefährliche Zeit durchleben würde. Er meinte, dass er sehr alt werden könnte, wenn er diese Zeit überleben könnte. Glückselig überlegte auszuwandern. Er lebte ja schon ein paar Jahre in New York und er beherrschte die Englische Sprache perfekt, aber er war alt und er hatte eine Familie. 1933 trat Glückselig in die NSDAP ein. Damit wurde er und seine Familie vor Verfolgung verschont,
aber das war nicht alles.

Historie im Überblick

1934
Am 2. Oktober 1934 stirbt Conrad Johann Glückselig. Es wird ein Apoplex vermutet, weil dem Tod vorausging, dass sich Glückselig nicht mehr bewegen und nicht mehr sprechen konnte. Nach seinem Tod wird der Betrieb von seiner Witwe, Luise Glückselig geborene Grieshammer und der Tochter Elise Glückselig fortgeführt.

2. Weltkrieg
Die politischen Umstände bedrohen die Existenz des Unternehmens. Unter heute kaum vorstellbaren Bedingungen wird an der Herstellung biologischer Arzneimittel in kleinstem Rahmen festgehalten. Zeitweise
kam die Produktion komplett zum Erliegen, da aufgrund eines Erlasses des Wirtschaftsministeriums kleine Betriebe, die zur Gruppe Chemie, Pharmazeutik usw. gehörten, ab 1942 stillgelegt werden mussten. Erst
nach dem Krieg konnte wieder weiter produziert werden. 

Die 50er Jahre
Nach dem Ausscheiden von Luise Glückselig, die 1961 verstirbt, führt Elise Glückselig die Firma seit Mitte der 50er Jahre weiter. Die Herstellung weitete sich mehr und mehr aus.

1972
Am 1. Oktober 1972 tritt der Enkel des Firmengründers und Neffe von Elise Glückselig, Jochen Kadau, in das Unternehmen ein.

1978-1979
Durch sein kaufmännisches Geschick schreitet die Entwicklung des Unternehmens rasch voran, so dass 1978 ein Neubau in Bondorf errichtet werden muss, der 1979 bezogen wird. In dieser Zeit erfolgt auch die Überführung des Unternehmens in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung unter dem Firmennamen „Phönix Laboratorium GmbH“.

1999

Elise Glückselig, die Tochter des Firmengründers, verstirbt 1999 im Alter von 103 Jahren wenige Monate vor ihrem 104. Geburtstag.

2004
Seit 2000 als Assistent der Geschäftsleitung für das Unternehmen tätig, übernimmt im Dezember 2004 Dr. Ekkehard Titel aus dem Kreis der Familie die Geschäftsführung.

2009
Erweiterung der Produktions-, Versand-, Lagerräume und Installation einer Photovoltaik-Anlage, mit der der Strombedarf der Firma abgedeckt wird.

2013
Aus den 12 wichtigsten Mineralsalzen der Schüssler Biochemie werden 12 spagyrische Mineralsalz-Destillate hergestellt und als Arzneimittel auf dem Markt eingeführt.

Das neue Gebäude

2015
Das Hauptgebäude der Firma wird rechtzeitig zum 90-jährigen Bestehen des Phönix Laboratoriums modernisiert, aufgestockt und vergrößert. Damit werden die Laborräume stark erweitert und es steht auch ein neuer Seminarraum für Schulungen zur Verfügung.


Phönix Schulungen
Phönix Empfang
Phönix labor

Das neue Produktionsgebäude & Zimpel

2018
Da die Produktion der spagyrischen Zimpel-Zubereitungen Ende 2015 bei Müller-Göppingen eingestelltwurde, entschied sich die Phönix Laboratorium GmbH dazu, sie fortzuführen. Zur Herstellung der Zimpel-Zubereitungen wurde aber ein zusätzliches Herstellungsgebäude benötigt. Dazu bot sich ein Platz auf dem Gelände des Phönix Laboratoriums an. An die Luftqualität in den Reinräumen werden sehr hohe Anforderungen bezüglich Arbeitssicherheit und Hygiene gestellt. Der Luftwechsel, die Verhinderung von Ethanoldämpfen, die Luftreinheit und -hygiene wird durch eine aufwändige Lüftungsanlage realisiert. In dieser Lüftungsanlage sind verschiedene Spezialfilter enthalten, die regelmäßig ausgetauscht werden müssen. Die Luft wird temperiert und die Feuchtigkeit wird geregelt.
Damit werden auch immer gleiche Bedingungen für die Vergärung der Heilkräuteransätze geschaffen. Die Hefegärung mit den speziellen Saccharomyces-cerevisiae-Reinzuchthefen ist sehr sensibel. Sie gelingt am besten unter diesen optimalen, immer gleichen Bedingungen in speziell dafür vorgesehenen Räumen, die
Störungen von außen abschirmen. Die Phönix Laboratorium
GmbH verwendet für ihre Ansätze einen speziell gezüchteten Hefestamm, der im Gegensatz zu vielen anderen Stämmen neutral ist
und der das Individuelle und Charakteristische der Heilpflanze nicht überlagert. Dieser Hefestamm setzt das Pflanzenmaterial auch anders
als andere Hefen maximal um. Die Zucht und Auswahl der Hefe ist bei der spagyrischen Vergärung nach Zimpel essentiell. Mit der falschen
Hefe kann ein vollkommen untaugliches Produkt entstehen. Die Verwendung mancher nicht geeigneter Hefen führt sogar zur Entstehung schädlicher Produkte

Eine völlig neu konstruierte Destillationsanlage

Für die Gewinnung der Zimpel-Destillate wird die sogenannte Wasserdampfdestillation angewendet. Wasserdampfdestillationen kommen auch bei der Gewinnung ätherischer Öle zum Einsatz. Die Destillation vergorener Heilkräuteransätze in der spagyrischen Herstellung nach Zimpel unterscheidet sich aber davon wesentlich. Entscheidend ist neben einem guten Fingerspitzengefühl beim Umgang mit den Heilkräutern eine optimal auf diese Bedürfnisse konstruierte Destillationsanlage. Da es für diesen Zweck eine optimale Destillationsanlage nicht einfach zu kaufen gab, entwarfen wir ein vollkommen neues Gerät, das entscheidende Vorteile gegenüber anderen Konstruktionen hat. Mit Hilfe eines Ingenieurs setzten wir diesen Entwurf bis zur kleinsten Schraube um. In dieser Anlage befindet sich die Kammer, in die das Destilliergut eingebracht wird, in einer größeren Kammer, in der demineralisiertes Wasser erwärmt wird. Durch dieses Wasser wird das Destilliergut in der inneren Kammer wie in einem Wasserbad erwärmt. Die Temperatur in der äußeren geschlossenen Kammer steigt bis auf 120°C, gewissermaßen wie in einem Dampfdruckkochtopf. Wenn der Druck knapp 2 bar Überdruck erreicht hat, öffnet ein Ventil, durch welches der Wasserdampf unter Druck in die innere Kammer unter die vergorene Pflanzenmasse geleitet wird. Der Vorteil dieser Methode ist, dass das Wasser nicht am sonst kalten Destilliergut kondensiert. Wir erreichen auf diese Weise eine maximale Destillation, bei der der Flüssigkeitsrückstand in der
Destillierkammer optimal gering ist. Da darüber hinaus in der inneren Kammer Normaldruck und damit einhergehend eine niedrigere
Siedetemperatur im Gegensatz zum äußeren Mantel herrscht, kommt eine ideale Verdampfung zustande. Der Dampf wird in üblicher Weise in einem Wasserkühler kondensiert und in eine Vorlage mit Ethanol 86% geleitet. Die Destillationsanlage ist aus hochwertigsten Materialien gefertigt und die Teile, die in Berührung mit dem Produkt kommen, sind in einem speziellen Pharma-Edelstahl ausgeführt. Die Oberflächen sind spiegelglatt
poliert, damit keinerlei Rückstände haften bleiben, die nicht beseitigt werden können. Zur Reinigung der hochwertigen Materialien kann sogar Natronlauge verwendet werden. Natronlauge ist eine Lösung von Natriumhydroxid (NaOH) in Wasser. Diese Natronlauge hat viele Vorteile bei der Reinigung. Sie hinterlässt keinerlei Tenside oder andere organische Verbindungen, die in vielen Reinigungsmitteln enthalten sind. Die
Destillationsanlage gewährleistet die höchste Qualität der Destillate. Ihre Konstruktion basiert auf einer jahrzehntelangen praktischen Erfahrung, auf einem speziellen technischen und physikalischen Verständnis und auf einem umfangreichen Wissen um die Eigenart besonderer spagyrischer Destillationen, das in der normalen pharmazeutischen Herstellung kaum bekannt ist. Die Destillationsanlage ist gewissermaßen das Herzstück der neuen Produktionsstätte, welche primär zu ihrer Unterbringung errichtet wurde. Nachdem die pflanzlichen Rückstände aus der Destillierkammer entnommen wurden, werden sie in einem Trockenschrank getrocknet. Das ist eine wichtige Voraussetzung für die nachfolgende Veraschung in einem Veraschungsofen. Durch eine richtige Trocknung ist eine anschließende Veraschung effektiver und die Rauchentwicklung kann deutlich reduziert werden. Die gut durchgetrockneten Pflanzenteile werden in luftund wärmedurchlässige perforierte, hitzestabile Körbe gefüllt die auch für diesen Zweck konstruiert sind. Die Körbe sind so konstruiert, dass sie gestapelt in den auf 400°C vorgeheizten  Veraschungsofen gebracht werden können. Bei 400°C verbrennen die Pflanzenteile sofort und direkt darauf folgt eine Kalzination. Beim Verbrennen entstehen durch die sorgfältige Trocknung des Destillationsrückstands schon reduziert Rauchgase. Sie werden über einen Nachbrenner abgeleitet. Dieser Nachbrenner verwandelt den restlichen Rauch zur effektiven Schonung der Umwelt mit einer Temperatur von über 900°C in fast geruchlose Gase und etwas Wasserdampf. Die Qualität der Asche ist vom optimalen Kalzinationsvorgang abhängig. Die richtige Temperatur spielt ebenso eine Rolle wie der Kontakt des Kalziniergutes mit Luft bzw. Sauerstoff. Durch die Kalzination müssen die Mineralien richtig aufgeschlossen werden. Sie dürfen aber nicht „verglasen“, wie das bei höheren Temperaturen vorkommen würde. Ist eine Asche erst einmal „verglast“, können nur noch wenige Mineralien daraus herausgelöst werden. Ein besonderer Schritt bei der Herstellung der spagyrischen Zimpel-Essenzen ist die Vereinigung von Destillat und Asche. Im alchemistischen Sinn wird der Vorgang auch „Chymische Hochzeit“ genannt. Was dabei passiert, wird noch nicht vollkommen verstanden. Es entsteht aber eine Reaktion zwischen Destillat und Asche. Das Aroma des Destillats verändert sich zu etwas Neuem. Die Pflanze ist gewissermaßen auf eine neue Stufe transformiert. Wichtig ist dabei das rhythmische, regelmäßige Rühren durch das die Vereinigung beschleunigt wird. Das Rühren ist gleichzeitig Dynamisieren. Die Veränderung, die dabei stattfindet, führt tatsächlich zu etwas Neuem. Es handelt sich nicht nur um eine Mischung der Ausgangsstoffe. Das „spao“, also das Trennen, Spalten, und das „ageiro“, das Binden oder Vereinigen, ist vollzogen. Nach Sedimentieren und Filtrieren liegt die fertige spagyrische Essenz vor. Sie trägt das Aroma der transformierten Heilpflanze. Schon als die Essenzen noch von der Firma Müller-Göppingen hergestellt wurden, führte die Firma Spagyro® mit Gerald Bauer Schulungen zu den Rezepturen und der Zimpel-Spagyrik durch und ist seit
2016 für den Vertrieb unserer Essenzen zuständig. Im Internet finden Sie eine umfangreiche Rezepturensammlung, die Sie unter
https://www.spagyro.de/myspagyro abrufen können. Der besondere Reiz liegt natürlich auch darin, dass Sie in den ausgewählten Apotheken individuelle Rezepturen anfertigen lassen und dabei sogar auch einzelne Glückselig-Zubereitungen, wie sie in den bewährten spagyrischen Arzneimitteln der Firma Phönix Laboratorium eingesetzt werden, integrieren können.

Alle Präparate von Phönix Laboratorium finden Sie auf therabee

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Dr. Markus Kick

Gründer und Geschäftsführer von therabee - der Plattform für Naturheilkunde