fbpx

Der Hype um CBD – berechtigt oder nicht?

CBD - Cannabidiol

Der Hype um CBD Produkte

Egal ob man durch den Supermarkt schlendert, sich im Internet herumtreibt oder Zeitschriften liest, immer häufiger stößt man auf Werbung für CBD Produkte. Es gibt sie als Öle, Kapseln, Balsam, Pasten, Kaugummis oder Bonbons. Doch was ist CBD eigentlich genau? Handelt es sich dabei wirklich um ein „neu entdecktes“ Wundermittel oder verbirgt sich hinter alle dem doch nur eine große Portion Hokuspokus? Und warum beschäftigen sich in den letzten Jahren überhaupt so viele Firmen damit – ist das nur eine vorübergehende Modeerscheinung oder der Beginn einer wünschenswerten medizinischen Weiterentwicklung?

Auslöser des Hypes war vermutlich im Jahr 2018 die Legalisierung von Cannabis in einigen Staaten der USA. Hanf wurde „in“ und auch CBD wurde gehyped. Selbstverständlich ging das auch an vielen Unternehmen nicht spurlos vorüber und viele witterten ihre Chance. Dem Cannabis-Markt wurde bis 2025 allein in den USA ein 23-Milliarden-Dollar-Geschäft prophezeit.  Damit einhergehend sollte auch der Verbraucher-Umsatz von CBD durch die Decke gehen.

Hanf Boom

Was ist CBD?

Die Abkürzung CBD steht für Cannabidiol. Es handelt sich dabei um ein Cannabinoid, das aus der weiblichen Hanfpflanze (Nutzhanf) gewonnen wird.  CBD zählt neben THC (Tetrahydrocannabinol) zu einem der Hauptwirkstoffe von Cannabis. Der Wirkstoff  soll beispielsweise bei Schmerzen, Stress, Übelkeit und Angst helfen. Doch auch wenn Cannabidiol in den letzten Jahren einen starken Aufschwung erfahren hat, handelt es sich dabei keineswegs um eine medizinische Neuentdeckung. Bereits vor über 5000 Jahren wurde Cannabis zur medizinischen Behandlung eingesetzt und zählt somit zu den ältesten Kulturpflanzen der Erde.

 

Unterschied zu THC – beruhigend aber nicht berauschend

Bei CBD und THC handelt es sich um die beiden wohl bekanntesten natürlichen Inhaltsstoffe der Hanfpflanze. Die chemische Struktur der beiden Wirkstoffe ist sehr ähnlich; lediglich ein paar wenige Atome sind anders lokalisiert. Zusätzlich binden die beiden Komponenten sogar an die gleichen Rezeptoren in unserem körpereigenen Endocannabinoidsystem. Und doch gibt es einen bedeutenden Unterschied: 

Im Gegensatz zu THC wirkt CBD nicht psychoaktiv! Es zeigt also keine verändernde Wirkung auf die Psyche beziehungsweise das Bewusstsein des Konsumenten. Einfacher gesagt: CBD erzeugt kein „high“ und wirkt nicht berauschend. Im Gegenteil, es blockiert sogar zum Teil die Psychoaktivität des THC. Aus diesem Grund besteht auch keine Gefahr einer körperlichen oder psychischen Abhängigkeit.

THC vs. CBD

Wie wirkt CBD?

Das nicht psychoaktive Cannabidiol bindet an verschiedene Rezeptorsysteme im körpereigenen Endocannabinoidsystem. Dieses kann als Kommunikationssystem zwischen Körper und Gehirn verstanden werden und besteht aus verschiedenen Rezeptoren. An diese Rezeptoren docken Moleküle an, um eine Signalvermittlung sicherzustellen. Innerhalb dieses Systems wirken Endocannabinoide. Sie werden vom Körper selbst produziert. Zusätzlich gibt es auch exogene Cannabinoide, die den menschlichen sehr ähneln und auf ähnliche Weise im Endocannabinoid-System wirken, jedoch von außen zugeführt werden müssen. 

Generell haben CBD Produkte ein recht breites Einsatzspektrum. Der Wirkstoff  kann bei folgenden Beschwerden positive Effekte erzielen: Schlafprobleme, Stress, Angst und Unruhe, depressive Verstimmungen, Menstruationsbeschwerden und vielen mehr. Tatsächlich als Arznei zugelassen ist Cannabidiol für die Therapie von zwei schweren und seltenen Epilepsie-Formen bei Kindern.

Aktuelle Studienlage

Was CBD tatsächlich für die Gesundheit leisten könnte, ist noch nicht abschließend geklärt. Zwar gibt es Hinweise auf eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung, doch diese sind noch nicht ausreichend durch klinische Studien gesichert. Auch Fragen zu Dosierung, Sicherheit, Neben- und Wechselwirkungen sind noch nicht ausreichend erforscht.

Sind CBD Produkte in Deutschland legal?

Legal oder illegal

Das ist gar nicht so einfach zu beantworten, denn die Rechtslage ändert sich stetig. Während im April 2019 noch Großrazzien gegen CBD Shops durchgeführt wurden, änderte sich die Lage im November des gleichen Jahres schlagartig, denn dort wurde CBD als Nahrungsergänzungsmittel legalisiert. Auch momentan wird wieder über die Rechtslage in Verbindung mit Cannabidiol gestritten: Die EU-Kommission steht kurz davor, CBD ähnlich wie THC als Betäubungsmittel einzustufen. Das würde bedeuten, dass der Erwerb und Konsum von cannabidiol-haltigen Produkten in Zukunft illegal werden könnte. 

Doch warum sollte ein Stoff, der keine psychoaktive Wirkung hat, als Betäubungsmittel eingestuft werden? Das kann auch Finn Hänsel, der Geschäftsführer der Sanity Group, nicht nachvollziehen und gründet aus diesem Grund gemeinsam mit Aphria und Cannacare einen Lobbyverband seriöser CBD-Anbieter, um sich für deren Interessen einzusetzen.

Internetquellen: 
heilpraxis.netHarvard Health BlogCBD vitalverbraucherzentraleCBD360.deapotheke adhoc 14.08.2020apotheke adhoc 22.08.2020

Buchquelle:
Schwalbe, René (2018). Cannabidiol CBD – Der gesunde Helfer aus der Hanfpflanze


Ihre Meinung zählt: Was sollen wir verbessern?

Sie haben Feedback für uns?

Schreiben Sie uns eine Mail oder rufen Sie uns an:
info@therabee.de oder +49 (0) 89 / 95 42 83 01

Wir freuen uns auf Sie!

ergänzendes Puzzle

Diesen Beitrag teilen:

About Author


Ramona Wirth

Mitarbeiterin bei therabee - der Plattform für Naturheilkunde

 

Schon für unseren NEWSLETTER angemeldet?

Jetzt anmelden und nichts mehr von therabee verpassen!